
Südlich von Brodowin befindet sich das Naturschutzgebiet Plagefenn. 1907 erstmals unter Schutz gestellt, ist es das älteste Naturschutzgebiet Deutschlands. Das gesamte Naturschutzgebiet umfasst seit 1990 ca. 1200 ha, die Größe der Kernzone beträgt 278 ha, davon sind seit 1907 177 ha nutzungsfrei.

Die Kernzone dieses Naturschutz-
gebiets ist ein Totalreservat. Hier entwickelt sich die Natur vor menschlichen Einflüssen geschützt und ungestört. Jeder natürliche Prozess ist seiner Entwicklung überlassen, ohne dass der Mensch einen bestimmten Zustand anstrebt oder erhalten will. Seit über 100 Jahren entwickelt sich die Kernzone im Naturschutzgebiet Plagefenn ohne menschliches Zutun, ähnlich einem Urwald.
Am westlichen Rand des Plagefenns führt ein schöner Wanderweg entlang. Wenn Sie am Südende von Brodowin (Buswendeschleife) Richtung Chorin laufen (das Areal des ehemaligen Pionierlagers durchqueren) biegt nach ca. 1,5 km ein Weg nach links abwärts ab. Dieser ist durch einen historischen Wegstein als Fennweg gekennzeichnet.

Wenn Sie auf den Fennweg abbiegen, laufen Sie ca. 3 km an einer sich immer wieder verändernden Moorlandschaft vorbei. Hier können Sie eine üppige Flora und Fauna genießen. Am Ende des Fennwegs kreuzt ein breiterer Weg, auf welchen Sie nach links abbiegen können. Sie gelangen dann nach ca. 1,5 km auf die historische Pflasterstraße zwischen Brodowin und Liepe. Wenn Sie dort links abbiegen, führt Sie Ihr Weg direkt zurück nach Brodowin.
Unser Hinweis: Wenn Sie den Fennweg in der warmen Jahreszeit laufen möchten, denken Sie bitte an ausreichend Mückenschutz. Gerade in den Abendstunden sind die Tierchen besonders lästig.
Foto: Alte Baumriesen sind dem Lauf der Zeit überlassen
Foto: Die Sumpfschwertlilie blüht Ende Mai entlang des Fennwegs